Bella Ciao (IT)

„50 + 3 Jahre italienisches Folkrevival“

 

Foto: Frederic de Feverney
Foto: Frederic de Feverney

Oper Halle | 21.09.2017 | 19.30 Uhr

„Bella Ciao” - jedes Kind kennt das Widerstandslied der Partisanen.

 

Ursprünglich war „Bella Ciao“ ein Lied über die Ausbeutung der Reisarbeiterinnen. Beide Versionen wurden durch Nuovo Canzoniere Italiano bekannt. Die Gruppe machte „Bella Ciao“ zum Titelsong ihres Liederzyklus aus Arbeits-, Widerstands- und Liebesliedern. Die Urauführung fand 1964 in Spoleto während des Festival Dei Due Mondi statt – zum Missfallen des konservativen Bürgertums. “Ich habe nicht tausend Lire bezahlt, um mein Dienstmädchen singen zu hören.“ wetterten die begüterten Teile des Publikums.

 

Nach der unabgesprochenen Strophe „verräterische Offiziere, / ihr wolltet den Krieg, / ihr Menschenschlächter“ des Antikriegsliedes “Gorizia” eskalierte die Situation. Der künstlerische Leiter des Festivals trat noch am selben Abend zurück. Der Sänger der Strophe wurde des Landesverrats angeklagt.

 

Die Neuauflage der alten Partisanen- und Arbeiterinnenlieder haben sich nicht nur ihre Ausdrucksstärke bewahrt, sondern ihre Botschaften von Freiheit, Frieden und Bürgerrechten sind in unserer globalisierten Welt von neuer Aktualität. „Während sich die kriegerischen Reden und Handlungen vervielfachen, erinnert uns diese ‚Lektion in Demokratie von unten’ an das was wir am nötigsten haben: den Frieden“
Les Inrocks (FR), Dix Disques pour refaire l’Europe, 2015.

 

Besetzung:

Lucilla Galeazzi - Gesang

Elena Ledda - Gesang

Luisa Cottifogli - Gesang

Alessio Lega – Gesang, Gitarre

Maurizio Geri – Gitarre, Gesang

Gigi Biolcati – Perkussion, Gesang

Riccardo Tesi – Knopfakkordeon, Arrangements, musikalische Leitung

 

cultureworks.at/bellaciao/

Doppelkonzert mit dem Motion Trio

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